Verfasst von: Christoph Stroyer | April 18, 2007

Entwicklung vom Sühne- und Güteverfahren zur Mediation

In dem Studienbrief zu Modul 7 des Studiengangs Master of Mediation des Fachbereichs Rechtswissenschaft der FernUniversität in Hagen mit dem Titel „Entwicklung vom Sühne- und Güteverfahren zur Mediation“ zeichnet Prof. Dr. Dieter Strempel ein Bild von der Entwicklung des Schieds- und Gütegedankens seit der Einführung der Zivilprozessordnung von 1877 bis zur Abschaffung des obligatorischen Güteverfahrens im Jahre 1950. Er gibt Ausblicke auf die Rechtsberatung, die Alternativen zum Recht, insbesondere die Mediation und bespricht das Gesetz zur Förderung der außergerichtlichen Streitbeilegung vom 15.12.1999. Der Studienbrief setzt sich zum Ziel, den Leser mit den rechtspolitischen und rechtshistorischen Wurzeln der Mediation in Deutschland vertraut zu machen, ihm den Unterschied zwischen juristischen und mediativen Konfliktlösungsmöglichkeiten unter historischer Betrachtung bewusst zu machen und in die Lage zu versetzen, rechtspolitische Ansätze zu einer verbesserten Streitkultur formulieren zu können.

Der Autor ist Professor für Rechtssoziologie am Fachbereich Rechtswissenschaften der Philipps-Universität Marburg und und hat seine Arbeitsschwerpunkte in der Theorie und Praxis der Rechtssoziologie, der außergerichtlichen Streitbeilegung und Rechtswirkungsforschung. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zu rechtssoziologischen und justizstrukturellen Fragestellungen (eine Auswahl bei Amazon findet sich hier.

Mit diesem Modul wird im Studiengang Master of Mediation ein Stadium erreicht, der m.E. weit über die üblichen Standards zur Ausbildung zum Mediator hinaus gehen. Ich bin gespannt, wie die so erworbenen Einblicke in der täglichen Mediationspraxis angewandt werden können.


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